So fällst du nicht auf unseriöse Heimarbeit-Angebote herein

So fällst du nicht auf unseriöse Heimarbeit-Angebote herein

Montag, 16. Dezember 2019, 22:35 Uhr Nebenverdienst , Minijob

Es klingt schon sehr verlockend: Geld verdienen, ohne dafür das Haus verlassen zu müssen. Richtig ist aber leider auch, dass nicht alles, was positiv klingt, auch immer positiv ist. Stattdessen säumen heutzutage nämlich immer wieder schwarze Schafe das Feld der Heimarbeit – und nach wie vor fallen viele Arbeitssuchende auf unseriöse Heimarbeits-Angebote herein. Die folgenden Tipps können verhindern, auf unseriöse Anbieter hereinzufallen.

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Abbildung 1: Von zuhause aus Geld zu verdienen, kann per Internet und am Computer erfolgen. Da die klassischen Heimarbeit-Jobs zunehmend seltener werden - das Zusammendrehen von Kugelschreibern gibt es nur noch selten - müssen Interessierte aufpassen, keine unseriösen Angebote anzunehmen.

Tipp 1: Seriöse Auftraggeber haben valide Kontaktdaten

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Wer Aufträge vergibt, muss Unternehmer sein, was auch bedeutet: Hinter jedem Unternehmer müssen valide Kontaktdaten stehen. Wer als Auftraggeber nicht gewillt ist, diese Kontaktdaten herauszugeben, präsentiert sich mitnichten als seriöser Auftraggeber. Vertrauenswürdige Kontaktdaten sind Adressen mit realer Anschrift und Telefonnummer ohne ungewöhnliche Vorwahl. Idealerweise hat der Auftraggeber eine Onlinepräsenz mit einem ausführlichen Impressum. Das ist die beste Möglichkeit, einen seriösen Auftraggeber zu erkennen.

Tipp 2: Crowdworking rentiert sich kaum

Zugegeben, es ist nicht die klassische Form der Heimarbeit, allerdings geht auch kein Crowdworker an einen festen Arbeitsplatz, sondern übernimmt vor allem dort kleine (bezahlte) Aufgaben, wo er sich gerade oder im Alltag befindet. Mittlerweile gibt es diverse Apps, auf denen User für Kleinstbeträge Aufträge übernehmen können, wie beispielsweise das Abfotografieren einer Speisekarte oder andere kleine Aufgaben. Unseriös sind diese Aufträge meist nicht – allerdings bei Weitem unterbezahlt! Nur wer eine Vielzahl dieser Aufträge im regulären Alltag unterbringen kann, für den zahlt sich dieses Geschäftsmodell überhaupt aus.

Tipp 3: Ein klares Briefing statt großer Geheimnisse

Ein Auftraggeber, der wirklich einen Auftrag vergeben möchte, macht kein Geheimnis um die Auftragsdetails, sondern erklärt – idealerweise mithilfe eines schriftlich fixierten Briefings – worum es sich beim Auftrag handelt. Achtung: Wer als Auftraggeber erst dann ein Briefing übermitteln möchte, wenn ausführliche Kontaktdaten übergeben wurden, dann liegt der Verdacht nahe, dass es sich um einen Adresshändler handelt. Richtig gehört: Adressen werden verkauft, damit Werbetreibende Privatpersonen kontaktieren können.

Tipp 4: Schnelles Geld, wenig Aufwand? Dieses Angebot muss einen Haken haben

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Ein horrendes Einkommen mit nur wenig Aufwand zu erhalten, ist fast so unrealistisch wie einen 6er im Lotto zu haben. Das wiederum bedeutet auch, dass ein toller Verdienst in jedem Fall stutzig machen sollte. Entweder es stecken unseriöse Aufgabenstellungen dahinter, beispielsweise wenn Dritten das Geld sprichwörtlich aus der Tasche gezogen wird, oder hinter dem Auftrag verbirgt sich ein Geschäftsmodell nach dem Schneeballprinzip. Dieses Geschäftsmodell funktioniert immer dann für einzelne Wenige gut, wenn viele Interessierte Geld in einen Topf werfen – allerdings nur wenige dann von diesem Geld profitieren.

Tipp 5: Der Auftraggeber bezahlt – und nicht andersherum

Grundsätzlich ist Vorsicht geboten, wenn es ums Thema Geld geht. Das heißt: Verlangt der Auftraggeber, dass Equipment und Arbeitsmaterial auf eigene Rechnung beschafft werden soll, sollte das stutzig machen. Experten raten, Jobangebote wie diese direkt zu ignorieren. Auch wenn Auftraggeber eine finanzielle Gegenleistung für Schulungsmaßnahmen fordern, ist besser Abstand von dem Auftrag zu halten. Auch wenn der „Auftrag“ darin besteht, Geld zu transferieren, sollten Interessierte Abstandhalten. Das Hin- und Herüberweisen von Geld fällt unter den Tatbestand der Geldwäsche, der sowohl im Strafgesetzbuch als auch im Geldwäschegesetz dokumentiert ist.

Tipp 6: Online ist nicht alles erlaubt

Gerade die Arbeit im Internet ist geradezu prädestiniert für Heimarbeit, denn jeder hat Zugang zum Netz und kann dort – ohne Fahrtaufwand etc. – Geld verdienen. Doch eben dort gibt es sowohl seriöse als auch unseriöse Aufträge – und die Grenzen zwischen Seriosität und Illegalität sind verschwindend gering. Absolut in Ordnung ist, wenn ein Auftraggeber nach einem Ghostwriter für ein E-Book sucht, das im Ratgeberstil über ein bestimmtes Thema erstellt und online verkauft werden soll. Aber Achtung: Verlangt der Auftraggeber das Abschreiben eines bereits bestehenden Werkes oder die Übernahme von langen Passagen, könnte daraus ein Plagiat entstehen – wofür derjenige haftet, der das Plagiat erstellt (also der Ghostwriter). Moralisch verwerflich ist zudem auch das Anfertigen von wissenschaftlichen Arbeiten, für die der Auftraggeber eine entsprechende Note oder gar Approbation erlangt. Übrigens ist auch das Fälschen einer Kritik oder einer Bewertung unseriös und sogar strafbar und verstößt gegen das Wettbewerbsrecht.

Tipp 7: Wie seriös ist der Auftrag?

Wirbt ein Auftraggeber damit, einen Moderator für einen Chat zu suchen und es gibt keinerlei Vorkenntnisse, die für diese Tätigkeit notwendig sind, liegt der Verdacht nahe, dass es sich dabei um einen Flirt-Chat handeln könnte. Zum schriftlichen Flirten braucht es keinerlei Vorbildung, seriös ist der Auftrag aber keinesfalls, denn diese Flirtportale funktionieren oft so, dass sich gerade die Anwesenheit im Chat finanziell auszahlt. Das heißt: Beim Flirten im Chat wird Singles Geld abgezogen – die versprochenen Treffen kommen hingegen nie zustande.

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